„Lauras Kastanie“ darf im Bürgerpark groß werden


19. September 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Nachrichten,Vereins-Nachrichten



Isen, 19. September 2016 – Wer in diesen Tagen aufmerksam durch den Bürgerpark geht, hat sie möglicherweise schon entdeckt: Lauras Kastanie. Das zumindest verrät ein Schild vor einem frisch gepflanzten Bäumchen. Doch wer ist Laura? Und warum hat sie einen eigenen Baum? Und hat jeder die Möglichkeit, sich mit einem Baum im Bürgerpark zu verewigen?

Die Geschichte hinter Lauras Kastanie beginnt mit der Geburt des Mädchens. Ihre Eltern hatten das Bäumchen in einem Blumentopf geschenkt bekommen. Doch dort wurde es ihm bald zu eng. Also was tun? Schließlich soll der Baum genau wie Laura wachsen und gedeihen. Die naturverbundene Familie, die in Isen lebt, wandte sich an den Ortsverschönerungsverein (OVV). „Lauras Mutter hat bei uns angefragt, ob wir die Kastanie im Gemeindebereich einpflanzen können, da sie in dem zu klein gewordenen Topf einzugehen drohte“, erzählt Petra Forstmaier vom Vorstand des OVV, „als Verein war uns natürlich wichtig, die sehr freundliche Anfrage zu erfüllen“.

Jedoch so einfach ist es nicht, einen Baum in den öffentlichen Raum zu pflanzen. Neben einem guten Standort sind auch rechtliche Belange wie eine Ersatzpflicht im Schadenfall zu bedenken und natürlich auch der Umstand, dass eine Kastanie im Laufe ihres Lebens viele und stachelige Früchte verliert. Im Falle von Lauras Bäumchen wandte sich der OVV an die Gemeinde. Von Bürgermeister Siegfried Fischer gab es schließlich grünes Licht. Der Baum ging als Schenkung an den Markt Isen, der OVV hat in einem freiwilligen Einsatz die Verpflanzung und bestmögliche Erstversorgung fachmännisch übernommen.

Aber so gut, wie die Sache für alle Beteiligten auch ausging – sie dürfte eine Ausnahme bleiben. Bürgermeister Fischer erklärt, man habe dem OVV erlaubt, den Baum (übrigens ohne jeglichen Bestandsschutz) zu pflanzen, weil besonders Kastanien im öffentlichen und im privaten Raum kaum mehr Gelegenheit haben, sich zu entwickeln. Eine Aktion für jedermann daraus zu machen sei nicht andacht und sicherlich momentan auch nicht durchführbar. „Ähnliche Ansinnen mussten auch schon abgelehnt werden, wenn es sich um reine ‚Entsorgungsabsichten’ handelte oder ein passender Platz nicht gefunden wurde“, so Fischer. Im Fall von Lauras Kastanie bleibt zu hoffen, dass sie gut anwächst und lange lebt – diese Bäume können mehrere hundert Jahre alt werden. (hd)

 

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