Watzmann Musical – Heute Finale

Watzmann Musical – Heute Finale
Theaterverein-Isen

Heute Finale des Musicals Watzmann. Für alle die keine Karten bekommen haben, hier 10 Minuten Ausschnitte aus dem 2-stündigen Programm. Es gibt noch ein paar Restkarten an der Abendkasse – lohnt sich! (kh)

Watzmann Musical Isen
Watzmann Musical Isen

Hier noch der Bericht von unserem Gast-Autor Albert Zimmerer:

Die Premiere des Kult-Musicals „Der Watzmann ruft“ im ausverkauften Klement-Saal ließ alle Zweifler verstummen. Was als Starkbierfest-Einlage begann und vor einem Jahr in Pemmering als Gaudi aufgeführt wurde, funktioniert auch als großes Theater. Sogar bekennende Ambros- und Watzmann-Fans schwelgten in ihrer Kritik zwischen „saugut“ und „ganz nah dran am Wolferl“, womit man das Experiment zum Mega-Erfolg adelte.

Die Pemmeringer hatten sich eigens für dieses Projekt mit dem Theaterverein Isen zusammengetan und damit den entscheidenden Grundstein gelegt. Kulisse, Maske, Ton und Licht, alles ist vom Feinsten. Allein für die Technik sind ständig sieben Leute im Einsatz. Zudem erweisen sich Regisseurin Martina Nicolai, die auch als Großknecht schauspielerisch glänzt, sowie der musikalische Leiter und Watzmann-Liebhaber Lugge Vitzthum als Macher mit Herzblut.

Während Vitzthum eine Band (die Gailtaler Muuuuhsi in Kuh-Kostümen) zusammenstellte, die höchsten Ansprüchen genügt, drückt Nicolai dem Stück ihren eigenen Stempel auf. So lässt sie beim Dorffest anders als im Original einen Bandltanz aufführen, der im Tumult endet und lässt Rul Kellner als stimmgewaltigen Alpen-Elvis auftreten, der Darsteller und Publikum gleichermaßen zum Ausflippen bringt.

Auch die Idee, den aktuellen Hit von Seiler und Speer „Ham kummst“ zu bringen, erwies sich als gelungen. Dreh- und Angelpunkt ist Stefan Hobmaier als gestrenger Bauer. Er meistert die Gradwanderung zwischen Klamauk („Zermalm auf der Alm einen Halm“) und Dramatik („Schicksalsberg“) routiniert mit erkennbarem Spaß und gefällt sich als gewiefter Zuschauer-Animateur.

Vor allem beim Echo macht das Publikum bereitwillig mit und singt schunkelnd den Refrain zur „Gailtalerin“. Auch die weiteren Hauptdarsteller Jockl Schietzl als Bub, Stefan Schweiger als Knecht und Christian Schwaiger als Gailtalerin erweisen sich als Glücksgriff und geben ihren Figuren einen authentischen Anstrich.

In den vermeintlichen Nebenrollen überzeugen die Mägde Barbara Wimmer, Renate Vitzthum, Rebecca Nicolai und Elke Lämmlein, sowie die Knechte Franz Drasch und Gabriel Nicolai. Mit sonorer Stimme führt Wolfgang Peller gekonnt als Erzähler durch das Stück.

Das begeisterte Publikum bekommt am Ende sogar noch eine Zugabe. Fazit: Ja, es ist etwas „rübergeflutscht“, wie von Regisseurin Nicolai erhofft, nämlich die pure Lust am Spiel. (az)

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