Isen, 3. Februar 2026 – Vor 32 Jahren wurde im Pfarrverband Isen-Lengdorf-Pemmering unter Federführung von Pfarrer Robert Hlawitschka eine Nachbarschaftshilfe auf die Beine gestellt. Die Einsatzleitung hatte in Lengdorf Hilda Rübensaal, in Pemmering Erika Huber und in Isen Konrad Kesenheimer inne. Zwölf Jahre später, im Januar 2006, wurde ein Verein gegründet, um die Organisation rechtlich in trockene Tücher zu wickeln. Die heutige Einsatzleiterin Patrizia Brambring hatte in Lengdorf als Helferin begonnen und dann dort und für Isen die Einsatzleitung übernommen, später auch für Pemmering.
An das 20-jährige Jubiläum wurde auf der Jahreshauptversammlung am Sonntag mit einer kleinen Ausstellung von Fotos und Zeitungsartikeln erinnert.
Hauptpunkt war die Neuwahl des Vorstandes. Anne Huber, die den Verein in den vergangenen zwei Jahren geführt und einige Hürden zu meistern hatte, trat nicht mehr an. Heidi Moser, seit 2006 die zweite Vorsitzende, und Barbara Obermaier, ebenso seit zwei Jahrzehnten Beisitzerin, gaben ihre Posten ebenso ab. Kassier Bernhard Thalhammer und Schriftführer Henry Dinger kandidierten erneut.
Die Wahl unter der Leitung von Isens Bürgermeisterin Irmgard Hibler brachte jeweils einstimmige Ergebnisse. An die Spitze wurde von den 72 Stimmberechtigten Michéle Forstmaier gewählt. Damit führt erneut eine Lengdorfer Ortschefin den Verein. Diese Funktion hatte bereits die frühere Bürgermeisterin Gerlinde Sigl von 2010 als Nachfolgerin von Franz Stangl bis zur Ablösung durch Anne Huber 2024 inne. Der zweite Vorsitzende heißt nun Josef Neumeier, Kassier Thalhammer und Schriftführer Dinger wurden im Amt bestätigt. Zu den neuen Beisitzern wurden Regina Kirchmaier, Florian Buchauer und Rosa Wiefarn gekürt.
Geleitet wurde die Wahl von der Isener Bürgermeisterin Irmgard Hibler. Sie gratulierte in ihrer kurzen Ansprache nicht nur dem Verein zum 20-jährigen, sondern auch den Gemeinden Lengdorf und Isen. „Wir haben eine Nachbarschaftshilfe, ohne die wir manchmal ganz schön aus der Wäsche schauen würden“. Sie dankte vor allem den Helfern und der Einsatzleitung. Auch der neue „Treff“ mit dem Angebot von Mittagstisch sei eine Bereicherung. „Scheut euch nicht, geht hin, nehmt das Angebot an, das ist wirklich eine gute Sache.“ Auch Patrizia Brambring hob in ihrer emotionalen Dankesrede den Treff hervor. 2020 wegen Corona geschlossen, konnte er 2025 am neuen Standort Am Gries in Isen wiedereröffnet werden. Brambring nannte nicht nur die Zahlen aus dem vergangenen Jahr – 3530 Stunden Hilfeleistung und 20.200 Kilometer – sondern auch die Summen seit 2006. „72.000 ehrenamtliche Stunden und 378.000 Kilometer“ seien wirklich einen großen Applaus in Richtung der Helfer wert, so Brambring.
Die scheidende Vorsitzende Anne Huber gab in ihrer Abschiedsrede zu verstehen, dass aus kleinen Anfängen ein großer Verein entstanden sei, der heute 450 Mitglieder zählt, zu denen über 40 Helfer gehören. Er sei auch vermögend, denn ein Großteil der Einnahme aus dem Verkauf eines geerbten Hauses schlummert, wie aus dem Kassenbericht von Bernhard Thalhammer hervorging, derzeit gut angelegt auf der Bank. Huber gab zu verstehen, dass der Verein ohne das Engagement von Patrizia Brambring nicht in dieser Form existieren würde. „Nicht umsonst hat Pfarrer Kriechbaumer das schöne Bonmot geprägt `Nicht verzagen, Frau Brambring fragen´“.
Der Dank für das Engagement war inhaltlich auch der Tenor in den Grußworten von Landrat Martin Bayerstorfer, Bezirksrätin Maria Grasser, Silvia Wild vom Dachverband Caritas, Pfarrer Josef Kriechbaumer und nicht zuletzt Initiator Konrad Kesenheimer, der es auf den Punkt brachte: „Es sind die Helfer, die eine Nachbarschaftshilfe möglich machen und weiterführen“.

Im Bild zu sehen ist der neue Vorstand der Nachbarschaftshilfe Isen-Lengdorf-Pemmering (v.l.): Kassier Bernhard Thalhammer, Einsatzleiterin Patrizia Brambring, Beisitzer Florian Buchauer, 2. Vorsitzender Josef Neumeier, 1. Vorsitzende Michéle Forstmaier, die Beisitzerinnen Rosa Wiefarn und Regina Kirchmaier, die Kassenprüferinnen Michaela Rosenhuber und Karoline Eichner sowie Schriftführer Henry Dinger. Nicht im Bild: Pfarrer Josef Kriechbaumer als geborenes Mitglied und die stellvertretende Einsatzleiterin Rita Thalhammer.
Foto: Anne Huber
































































































