Isen, 12. Januar 2026 – In schöner Tradition hatten die Pfarreien Isen und Pemmering sowie die Gemeindeverwaltung Isen am Freitagabend zum Neujahrsempfang ins Pfarrheim eingeladen. Als Gäste kamen etwa 150 Vertreter der Vereine, der lokalen Politik und der regionalen Wirtschaft. Musikalisch begleitet wurde der Empfang von einer Abordnung der Blaskapelle Isen.
„Schön, dass Sie heute da sind – Sie alle, die Sie mit Ihrem Engagement, Ihren Ideen oder auch mit Ihrer Hilfsbereitschaft unser Leben hier in Isen und Pemmering auf so vielfältige Weise bereichern“, sagte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Balthasar Nußrainer bei der Eröffnung. „Beginnen wir das neue Jahr 2026 mit Zuversicht und Optimismus“. Die Weihnachtsbotschaft ermutige, dem Licht zu folgen. Und dieses Licht selbst in die Welt zu bringen, fange schon im Miteinander in einer kleinen Marktgemeinde an. „Das große Geschenk `Frieden´, das wir hier in Deutschland seit Jahrzehnten haben, gilt es unbedingt zu erhalten“. Zwei sinnvolle Möglichkeiten, sich dafür zu engagieren, böten die Pfarrgemeinderats- und die Kommunalwahl.
Nußrainer erinnerte daran, dass 1968 auch in Isen zum ersten Mal Pfarrgemeinderäte gewählt wurden. Kurz zuvor hatte das Zweite Vatikanische Konzil für einen Aufbruch in der Kirche gesorgt. Doch es gab nicht nur Veränderungen innerhalb der Kirche, sondern auch Grenzverschiebungen. Bei der Gebietsreform 1971 wechselte Isen, das da noch ein eigenes Dekanat hatte, aus dem Landkreis Wasserburg nach Erding. Die Pfarrei Isen kam zum Dekanat Dorfen. Vor zwei Jahren nun wurden die Dekanate Dorfen und Erding zusammengefügt. „Vieles hat sich in der Kirche in den vergangenen Jahren geändert – äußerlich und innerlich“, so Nußrainer.
Dass es dabei einiges vom Vertrauten geblieben ist, zeigte die Rede von Pfarrer Josef Kriechbaumer: „Ich habe mich sehr gefreut, dass auch heuer wieder fast 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene als Heilige Drei Könige im
Pfarrverband Isen unterwegs waren. Viele tausend Euro können wir an die Aktion Dreikönigssingen weiterleiten“.
In diesen Wochen hätte viele Menschen den Eindruck, „dass wir in einer verrückten Welt leben“. „Nichts ist mehr sicher – außer dem Chaos. Aber stimmt dieses Gefühl? Oder: Was kann ich dagegen unternehmen?“ Gut sei, dass es auf dem Gebiet der Marktes lsen lebendige Gemeinschaften gäbe, Markt- und Pfarrgemeinderat für verschiedene Belange zuständig sind und sich die Vereine um Wünsche der Bevölkerung kümmern. Doch eine gute Gemeinschaft sei nur mit einem festen Zusammenhalt möglich. „Ich danke allen hier Anwesenden für ihre Mitarbeit an einem guten Miteinander“, so der Pfarrer.
Bürgermeisterin Irmgard Hibler gab zu verstehen, dass das vergangene Jahr wieder gezeigt habe, wie wertvoll Zusammenhalt, Engagement und gegenseitiges Vertrauen sind. Täglich zeigen die Nachrichten, dass das nicht überall auf der Welt so ist. „Frieden und Stabilität sind keine Selbstverständlichkeit. Daher, so finde ich, hat der jährliche Volkstrauertrag nach wie vor seine Berechtigung“. An die Anwesenden richtete sie Dankesworte. „Ihr als Ehrenamtliche, als Vereinsvertreter, egal ob in der Feuerwehr, im Rettungsdienst, den Schützenvereinen oder sonst sportlich, kulturell, musikalisch oder sozial engagiert seid – ihr sorgt dafür, dass unser Zusammenleben funktioniert.“.
Bei der Kommunalwahl in einigen Wochen könne jeder mitentscheiden, wer in der
Gemeinde und im Landkreis in den nächsten Jahre Verantwortung übernehmen und die Entwicklung mitgestalten soll. „Macht weiter mit! Seid dabei! Seid ein Teil gelebter Gemeinschaft!“ forderte sie ihre Zuhörer auf. (hd)



























































