Spiel und Spaß beim 1. Benefiztag in Kirchstett


11. Mai 2019 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Nachrichten



Isen/St. Wolfgang,11. Mai 2019 – „Wir hoffen am 25. Mai auf wunderschönes Frühlingswetter“, sagt Angelika van der Straaten. Für diesen Tag, einen Samstag, haben sie und ihr Team ab 14 Uhr den ersten Benefiztag in Kirchstett geplant, verbunden mit einem Fest für die ganze Familie. Dafür eignet sich Kirchstett gut, denn rund um den jahrhundertealten Milchvieh- und Schafhof im Sollacher Forst zwischen Isen und St. Wolfgang sind nichts als Wiesen und Wald, die natürlich im Frühjahr ihre ganze Pracht entfalten.

Seit dem Jahr 2014 baut die 45-Jährige den Hof als Zentrum für Seminar, Sport und Event aus, für Yogakurse ebenso wie für Hochzeiten im privaten Rahmen, aber auch für kleine, feine Feste. Dazu sind dann auch die Umlandbewohner eingeladen, mitzufeiern – etwa zum Adventsmarkt, zum Apfelblüten- oder Sommerfest. Heuer soll an dem Maitag eine große Feier stattfinden, die nicht nur einem guten Zweck dient, sondern vor allem Kindern eine Menge Spaß bringen dürfte. „Wir bereiten einen Parcour mit Geschicklichkeits- und Bewegungsspielen vor, wer mag, kann auch auf einem geführten Pony reiten – alles gegen jeweils eine kleine Spende“, so van der Straaten. Für die Größeren ist ein Charitylauf mit drei verschiedenen Laufstrecken geplant – eine davon für Kinder und Kinderwagen-Schieber, zwei weitere in unterschiedlichen Längen für die verschiedenen Konditionen der Läufer. Es wird auch eine große Tombola mit Gewinnen geben, die regionale Unternehmen gestiftet haben. Die wertvollsten Preise sollen höchstbietend versteigert werden.

Neben Kaffee und Kuchen plant die Kirchstett-Chefin auch, deftige Gerichte anzubieten, zudem sollen Musiker die Gäste mit passenden Klängen unterhalten. Für die Betreiberin ist wichtig, dass viele Leute kommen und sich beteiligen. „Alle Einkünfte werden ausnahmslos gespendet“, erklärt van der Straaten. Das betrifft auch die Umsätze aus der Gastronomie, die Startgelder der Läufer, die Einnahmen aus den Losverkäufen und die Gagen der Musiker. Das Geld geht an die Vereine „mikado – Eltern auf Zeit“, der Kinder in Pflegefamilien vermittelt, und an die Elterninitiative „Intern3“ vom Haunerschen Kinderspital München, die sich um krebskranke Kinder und deren Angehörige kümmert.

Das Thema „Krebs“ liegt Angelika van der Straaten sehr am Herzen und war auch für sie der Auslöser für die Benefizveranstaltung. Im vergangenen Jahr verlor die Wirtschaftsingenieurin ihre Eltern im Abstand von wenigen Monaten durch Krebs. „Meine Mama hat 14 Monate dagegen ankämpfen können, mein Vater ist fünf Wochen nach der Diagnose verstorben“, sagt van der Straaten, die selbst Mutter zweier Kinder ist. Die Eltern hatten das Anwesen in Kirchstett 2003 gekauft und waren 2011 hergezogen, um ihren Lebensabend zu verbringen. Der Tod machte den beiden Mitsiebzigern einen dicken Strich durch die Rechnung.

Tochter Angelika, die zusammen mit ihrem Mann William viele Jahre für internationale Konzerne tätig war und lange in Australien lebte, begleitete ihre Eltern in den letzten Lebenswochen intensiv und versuchte, jeden Moment für sie da zu sein. Eingebrannt haben sich ihr aber Erlebnisse im Krankenhaus, wo Mitpatienten ihrer Mutter allein blieben, weil die Angehörigen keine Zeit oder nicht das Bedürfnis hatten, die Kranken zu besuchen. „Besonders für Kinder ist das schlimm, wenn sie eine Zeitlang nicht in ihren Familien leben können und sie nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie brauchen“, sagt van der Straaten. Daher kam ihr der Gedanke, Vereine zu unterstützen, die sich um kranke Kinder kümmern. Sie ist sich sicher, dass das ganz im Sinne ihrer Eltern wäre. „Sie haben sich viel für andere eingesetzt“.

Ihre Mutter Rosmarie Schmaderer, geborene Silbernagl-Germaier, war in Isen vor allem als Nichte und Adoptivtochter vom Silbernagl-Wirt (dem Vorgänger im heutigen Gasthof Klement) bekannt, dann bis 2010 als Betreiberin des heutigen Gästehauses „Storchenkeller“.

„Meine Mutter war eine Macherin, eine mutige Frau, die eigene Entscheidungen traf und sich nie unterkriegen ließ“, so die Tochter. Ihr Vater Erwin hatte lange noch durch die Band „The last byrds“ im Raum Ebersberg einen bekannten Namen. (Henry Dinger)

Und hier findet man Kirchstett: www.kirchstett.de/kontakt. Oder einfach „St.Wolfgang“ ud „Kirchstett 1“ ins Navi eingeben.

 

Angelika van der Straaten und Tochter Alena (11) hoffen beim ersten Benefiztag in Kirchstett auf zahlreiche Gäste, um möglichst viele Spenden sammeln zu können. Ihre an Krebs verstorbene Mutter und Großmutter Rosmarie, die hier auf dem Bild zu sehen ist, „hätte die Aktion mit vollen Kräften unterstützt“, wie Angelika van der Straaten betont.

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