Vor Kurzem machte sich eine Gruppe von 17 Helferinnen und Helfern der Kolping-Altmaterialsammlung auf den Weg nach Geisenhausen: In Fahrgemeinschaften ging es von Isen zur Firma Wittmann, die seit vielen Jahren Partner der Kolpingsfamilie Isen bei der Verwertung von Altkleidern und Altpapier ist.

Herzlich willkommen geheißen wurden die Isener vom Senior-Chef Andreas Wittmann sowie von Anna Lents und Betriebsleiter Günter Maier. Zum Einstieg boten drei kurze Filme einen Überblick über das Unternehmen und seine Verwertungswege. Bei Kaffee und Kuchen wurde es dann lebhaft: Anekdoten aus 55 Jahren Altkleidersammlung wurden zum Besten gegeben, und Herr Wittmann berichtete von so manchem kuriosen Fund, der im Laufe der Zeit in den Sammlungen aufgetaucht ist.

Beim anschließenden Rundgang über das Betriebsgelände erfuhr die Gruppe, wie der Weg der gesammelten Kleidung weitergeht: In Sortierzentren in Italien oder Polen wird jedes einzelne Stück geprüft. Noch tragbare Kleidungsstücke finden ihren Weg in Secondhandläden – laut Wittmann ist das sogar mehr als die Hälfte der gesammelten Altkleider. Was nicht mehr getragen werden kann, wird dennoch weiterverwertet: etwa zu Putzlappen verarbeitet oder als Dämm- und Isolierstoff in der Autoindustrie eingesetzt. Ein kleiner Teil wird zudem in Katastrophenlagern für den Ernstfall bereitgehalten. Auch Federbetten werden vollständig aufbereitet: Gute Federn werden erneut in Kissen oder Bettdecken eingesetzt, während weniger hochwertige Federn beispielsweise als Füllung für Daunen-Steppjacken Verwendung finden.

Besonders interessant war für die Gruppe die Information, dass die Qualität der Kleidung aus Straßensammlungen deutlich höher ist als die aus Altkleidercontainern – weil dort oft nasse oder verschmutzte Kleidung landet, aber auch schlicht Müll, der dort nichts zu suchen hat. Ein Argument mehr für die traditionelle Sammlung von Haus zu Haus, wie sie die Kolpingsfamilie Isen seit Jahrzehnten durchführt – und deren Erlös direkt sozialen Projekten und Menschen in der Region zugutekommt, z. B. Kindergärten, Pfarrbüchereien, der Nachbarschaftshilfe, aber auch Familien und Einzelpersonen, die unverschuldet in Not geraten sind.

Die nächste Altmaterialsammlung findet übrigens am Samstag, 25. April statt. Altkleider und Altpapier einfach bereitstellen – die Helferinnen und Helfer der Kolpingsfamilie Isen kommen vorbei und nehmen alles mit! (kh)

Von Hamal

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