„Ich kann vor Sorge nicht mehr schlafen“


10. Oktober 2018 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Nachrichten



Isen, 11. Oktober 2018 – Susanne Krauss aus Isen sucht verzweifelt eine Bleibe für sich, ihr Tochter Svenija, Hund und Kater.
Sie schreibt: „Meine 14-jährige Tochter, unser Hund (eineinhalb Jahre) und mein Kater (6), sind nun seit acht Monaten auf der Suche nach einer Wohnung. Momentan wohnen wir in einer WG mit einem Menschen, mit dem seit Kinderbeinen an eine Freundschaft bestand. Gemeinsam wollten wir etwas auf die Beine stellen, das Projekt scheiterte jedoch und die Freundschaft zerbrach daran. Ich habe mir eine neue Arbeit gesucht, die Wohnräume jedoch wurden per Rechtsanwalt gekündigt. Also machte ich mich Mitte Januar 2018 auf Wohnungssuche. Jeder Makler lehnte mich ab, da ich als Alleinerziehende nur ein Gehalt habe.
Die Gemeinde sagt, ohne Räumungsklage könne sie nicht helfen, aber ich könnte unterkommen, jedoch nur ohne Hund. Dies ist allerdings keine Option.
Die Stadt Erding will 40 Euro für einen Antrag auf eine Wohnung, die Wartezeit beträgt zwei bis drei Jahre.
Private Vermieter haben die absurdesten Gründe für Absagen – also FALLS mal jemand absagt:
– ich bin eine Frau, man nehme „nur Männer, denn die bezahlen ihre Miete immer“
– ich bin alleinerziehend
– der Hund ist das Problem …
– „… wie, Sie haben keinen Mann? Nein, das geht gar nicht!“
– „… Mutter und Teenager, Sie feiern bestimmt nur Partys, nein, das geht nicht!“
– „… tut mir leid, die Wohnung ist schon vergeben“ – dann steht sie aber noch wochenlang im Internet
– „… was für ein Hund? Ja, nein, eigentlich gar kein Hund, die Wohnung ist dafür viel zu klein und es ist ein neuer Holzboden drin“

Natürlich ist mein Hund geimpft, gechipt und hat eine Haftpflichtversicherung.

Leider kam ab Juli 2018 noch eine Kündigung nach einem Betriebsunfall in der Probezeit hinzu. Das heißt, momentan bin ich arbeitslos, also ist es noch schwieriger. Allerdings stecke ich in einer Umschulung. Die möchte ich auch machen, da ich danach hoffe endlich einen Job zu finden, bei dem ich mehr als 8,50 Euro verdiene.
Nun habe ich noch bis zum 31. Oktober 2018 Zeit, eine Unterkunft zu finden, und meine Verzweiflung wird immer größer. Depressionen halten mich vom Schlafen ab, da ich, sobald ich zur Ruhe komme, an nichts anderes denken kann. Zum Glück ist meine Tochter auf meiner Seite und hat noch Spaß am Leben, sie ist sehr aktiv bei der Jugendfeuerwehr, spielt gern und erfolgreich Tischtennis.
Unterstützung zur Bezahlung erhalte ich vom Wohnungsamt. Ich habe also ALG1, Kindsunterhalt, Kindergeld, MiniJob und Wohngeld. Auch würde ich Arbeiten übernehmen, Rasen mähen, Treppenhaus- und Fensterreinigung – oder was halt eben anfallen würde. Handwerklich bin ich auch begabt.
Gerne kann ich auch Unterschriften von vielen Menschen sammeln, die mir nur zu gern bestätigen, wie ruhig und brav unser Hund ist. Das sind natürlich Personen, die nicht mit mir verwandt sind. 
Ich würde 2-3 Zimmer, bezahlbar, im Landkreis Erding suchen …“
(hd)

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